3 Wochen Urlaub – 1 Ziel

3,1 Kilo leichter – und jeden Morgen ein bisschen glücklicher


"Wer abnimmt, hat mehr Platz im Leben."

Diesen Satz habe ich vor einigen Wochen irgendwo gelesen. Er blieb hängen. Nicht nur wegen der Zahl auf der Waage, sondern weil so viel Wahrheit darin steckt. Mehr Platz in der Kleidung. Mehr Platz zum Atmen. Mehr Platz für Bewegung. Mehr Platz im Kopf. Und vielleicht sogar mehr Platz für die schönen Dinge des Lebens. Genau deshalb habe ich mir für meinen Urlaub ein Ziel gesetzt. Nicht einfach nur Gewicht verlieren.

Sondern meinem Körper wieder etwas von dem zurückzugeben, was ihm in den vergangenen Monaten durch beruflichen Stress, lange Arbeitstage und fehlende Erholung verloren gegangen war. Heute – nach zwei Wochen – stehen 3,1 Kilogramm weniger auf der Waage. Natürlich freue ich mich darüber.

Aber das Schönste daran ist etwas ganz anderes.

Jeden Morgen beginnt ein kleiner Urlaub

Mein Wecker klingelt inzwischen fast jeden Morgen gegen sechs Uhr.

Während viele Menschen sich noch einmal gemütlich umdrehen, ziehe ich meine Nordic-Walking-Schuhe an, nehme meine Stöcke und fahre in den Aschaffenburger Schönbusch. Noch bevor das Frühstück auf dem Tisch steht, liegen bereits rund 7.000 Schritte hinter mir. Frische Luft. Ruhe. Die ersten Sonnenstrahlen. Das Zwitschern der Vögel. Genau so beginnt inzwischen fast jeder Urlaubstag. Und ich muss ehrlich sagen: Ich möchte dieses Ritual eigentlich gar nicht mehr missen.

Der Schönbusch erwacht langsam

Wer schon einmal so früh unterwegs war, kennt dieses besondere Gefühl. Die Welt scheint noch ein wenig langsamer zu laufen. Der Landschaftspark gehört um diese Uhrzeit fast den Tieren. An den ersten Tagen musste ich noch schmunzeln. Sobald irgendwo ein Reh auftauchte und der "alte Mann mit seinen zwei Stöcken" um die Ecke kam, suchten die Tiere lieber schnell das Weite. Heute scheint sich das herumgesprochen zu haben. Viele bleiben einfach stehen.

Schauen kurz. Beobachten mich. Und manchmal habe ich fast den Eindruck, als würden sie mir neugierig hinterherschauen, statt davonzulaufen.

Vielleicht gehöre ich inzwischen einfach schon zum morgendlichen Inventar des Schönbuschs.

Aus Fremden werden Bekannte

Nicht nur die Tiere begegnen mir inzwischen regelmäßig. Auch einige Menschen nutzen die frühen Morgenstunden. Es sind nicht viele. Gerade das macht diese Zeit so angenehm. Man kennt sich mittlerweile vom Sehen. Ein freundliches "Guten Morgen". Ein kurzes Lächeln. Manchmal entwickelt sich daraus sogar ein kleines Gespräch. Eigentlich verrückt. Man kennt weder Namen noch Berufe. Aber man kennt sich trotzdem. Verbunden durch dieselbe Leidenschaft, den Tag aktiv und bewusst zu beginnen.

Warum eigentlich Nordic Walking?

Viele belächeln Nordic Walking noch immer. Ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Für mich gehört es zu den gesündesten Sportarten überhaupt.

Nahezu der gesamte Körper arbeitet mit. Gelenke werden geschont. Herz und Kreislauf werden trainiert. Der Stoffwechsel kommt in Schwung. Und ganz nebenbei wird der Kopf frei. Genau diese Mischung macht Nordic Walking für mich so besonders. Es geht nicht darum, Höchstleistungen zu bringen. Es geht darum, jeden Tag etwas für sich selbst zu tun. Schritt für Schritt.

Ernährung und Bewegung gehören zusammen

Natürlich entstehen 3,1 Kilogramm Gewichtsverlust nicht allein durch Bewegung. Auch meine Ernährung habe ich in den vergangenen Wochen bewusst umgestellt. Weniger Gewohnheit. Mehr Bewusstsein. Dazu kommen meine täglichen Nahrungsergänzungen, die mich bereits seit längerer Zeit begleiten.

Doch eines habe ich in diesen zwei Wochen wieder gelernt: Es gibt keine Wunderlösung. Gesundheit entsteht nicht durch eine einzige Entscheidung. Sie entsteht durch viele kleine Entscheidungen, die man Tag für Tag trifft.

Mein schönstes Urlaubserlebnis

Wenn mich heute jemand fragt, was das Schönste an meinem Urlaub ist, dann antworte ich nicht mit den verlorenen Kilos. Es sind auch nicht die Zahlen auf meiner Smartwatch. Es ist dieses Gefühl, morgens um sechs Uhr durch den Schönbusch zu laufen. Die Ruhe zu genießen. Den Gedanken freien Lauf zu lassen.

Die Natur zu beobachten. Den Menschen freundlich zuzunicken. Und den Tag bereits mit einem kleinen Erfolg zu beginnen, während viele andere noch schlafen. Vielleicht ist genau das der größte Gewinn dieser Challenge. Nicht die 3,1 Kilogramm. Sondern eine Gewohnheit, die ich auch nach meinem Urlaub unbedingt beibehalten möchte. Denn manchmal verändern nicht die großen Entscheidungen unser Leben. Sondern die kleinen Rituale, die wir jeden Morgen aufs Neue leben.


Mein Zwischenfazit nach zwei Wochen

✔️ 3,1 Kilogramm weniger.

✔️ Jeden Morgen rund 7.000 Schritte vor dem Frühstück.

✔️ Mehr Energie.

✔️ Mehr Bewegung.

✔️ Mehr Motivation.

✔️ Und jeden Tag ein kleines Stück mehr Lebensqualität.

Denn wer abnimmt, hat nicht nur mehr Platz in der Kleidung – sondern oft auch wieder mehr Platz im Leben.